An diesem Ort verschmelzen Kunst und Kindheitswünsche zu einer Reise, die weit über den Asphalt hinausgeht. Drei Künstler haben hier eine Passage geschaffen, die uns einlädt, den Blick zu heben und für einen Moment schwerelos zu werden. Es ist eine Hommage an die Neugier, die uns schon als Kinder antrieb, und an die Botschaften, die wir in den Himmel schicken.
In leuchtendem Rot zieht Jarg Geismars „FLY ME TO THE MOON“ (2018) die Bahn. Der Titel ist weit mehr als eine Zeile von Sinatra; er ist der Inbegriff des Wunsches, die Erdenschwere hinter sich zu lassen. Direkt daneben antwortet Fabian Thieles „STAIRWAY TO HEAVEN“ (2025) in kühlem Blau. Es ist eine Leiter aus Licht, die eine Brücke zwischen der harten Realität und unseren höchsten Sehnsüchten schlägt – ein musikalisches Echo, das jeder Generation etwas anderes flüstert.
Flankiert wird dieser Aufbruch von Martin Westergaards „Astronaut & Rocket“ (2020). Die strahlenden Silhouetten wirken wie Illustrationen aus einem modernen Jules-Verne-Roman. Sie sind die Symbole für den Mut, das Unbekannte zu erkunden, und erinnern uns an das sanfte „La Le Lu“ von Heinz Rühmann, das uns als Kinder versprach, dass der Mann im Mond über uns wacht.
Dieses Ensemble ist ein Ort der Begegnung zwischen Technik und Poesie. Hier am Union-Gelände wird die Passage zum Startpunkt für die eigene Fantasie: Eine Einladung, das Spielfeld des Alltags zu verlassen, den Hebel auf „Zukunft“ zu stellen und daran zu glauben, dass kein Ziel zu fern ist, wenn man nur den ersten Schritt wagt.